Eine kurze Anmerkung zum EU-Referendum

Das letzte Mal, als ich das Britische wieder vermisst und wiedergefunden habe, war in Berlin. Dort übernachtete ich in einer hippen Hostelkette. Da ich es so billig wie möglich haben wollte, wählte ich ein Sechser Frauenzimmer. Außer mir waren noch u.a. zwei Engländerinnen. Unter den Hochbetten hatte jeder Gast ein Fach für sich zum herausschieben. Während ich also unten kauerte und versuchte etwas zu finden, stand eine der Engländerinnen neben mir (Der Durchgang war eng und ich versperrte ihr den weg) und wartete bis ich fertig war und sie durchgehen konnte. Und doch sagte sie „Sorry“ zu mir, obwohl ICH im Weg stand. In dem Moment habe ich mich wieder erinnert Britisch zu sein.

Und jetzt nur noch ein paar Tage bis zum EU-Referendum an. Da bekommt man ein mulmiges Gefühl. Welche Veränderungen werden auf uns zukommen? Ich sage deswegen auch „auf uns“, da es ja sozusagen jeden in der EU betreffen wird, ob im positiven wie auch im negativen Sinne.

Ich möchte extra nicht über die Vor- und Nachteile eines Brexits sprechen, die finanziellen und globalen Punkte, die sich möglicherweise verändern würden. Das überlasse ich lieber denen, die sich sowieso schon die ganz Zeit damit befassen: den Experten. Viel lieber würde ich nur ganz kurz über die menschliche Seite sprechen. Liebe Briten, schaut euch unseren Kontinent an, wieso möchte man eine Nachbarsfreundschaft beenden, die im Großen und Ganzen geklappt hat? Seit über 70 Jahren ist es relativ friedlich in Europa verlaufen und das nicht einfach so. Da dies eine Website für die deutsch-englische Freundschaft ist, denke ich, dass dies klar ist.

Und doch spürte ich in England immer wieder die Zwiespältigkeit. „Ich war im Urlaub in Europa.“ „Auf dem Kontinent…“ Alle solche Sätze sind harmlos, zeigen aber an, dass für viele Briten Großbritannien nicht wirklich Europa ist. Diese Einstellung der Briten hat sich seit Jahrzehnten als Mitglied in der EU nicht geändert. So, wie man es von der Brexitkampagne mitbekommt, kommt die EU und ihre Regulationen für Großbritannien eher als Belastung vor – man fühlt sich eingeengt. Wenn Großbritannien wieder „unabhängig“ von der EU wäre, könnte man wieder Entscheidungen treffen, die der Insel gut tun würden, ohne die „Einmischung“ der Europäischen Union. Für mich klingt das Ganze ein wenig nostalgisch: Zurück in die Vergangenheit, als das Britische Empire noch die Welt dominierte. Es scheint im digitalen Zeitalter nicht mehr aktuell zu sein. Einsichtiger scheint es mir zu sein wenn man etwas verändern will, dass man mit den anderen Akteuren ins Gespräch gehen muss und nicht einfach geht.

Wenn man jetzt alles wegdenkt – alle Finanzgründe und Ängste für oder gegen den Brexit – und nur für sich selbst entscheidet: Was ist daran so schlimm im hier und jetzt – Juni 2016 – zu sagen: „Leute, wisst ihr was, lass uns mal darüber gehen und zusammen darüber diskutieren und entscheiden. Vielleicht gibt es etwas bei euch, was super klappt und wir genau so machen könnten“. Denn wenn wir mal ehrlich sind: Noch nie ist etwas Gutes herausgekommen, wenn sich ein Staat abgeschottet hat, mit dem Plan jetzt andere Wege zu gehen.

Lisa Margolius 20/06/2016

Sandy Lane Primary School sucht eine Leverkusener Partnerschule

ÜBERSICHT

Wir sind eine große dreiklassige Grundschule mit 656 Schülern im Zentrum von Bracknell. 2002 vereinigten sich Sandy Lane Nursery, Infant School und Junior School und wurden Sandy Lane Primary School. Wir haben ein wundervolles Team von Mitarbeitern, Gouverneuren und Schülern, die dabei helfen, Sandy Lane zu einem tollen Platz zum Lernen zu gestalten. Wir haben auch viel Glück, da wir viel Platz, Spielplätze und grüne Flächen zum Spielen haben!

Unser Logo ist ein Löwe und unser Motto ist PRIDE:Positive Respectful Independent Determined Enquiring (deutsch: STOLZ: Postive Respektvolle Unabhängige Erkundung).

Wir sind im Sport sehr erfolgreich und haben glücklicherweise einen fachverständigen Sportlehrer, Mr. Medford. Wir bieten eine Vielzahl von Clubs (AGs) an, unter anderem einen brillanten Chor geführt von unserer stellvertretenden Schulleiterin, Miss Einchcomb. Wir haben ein Junior Leadership Team (JLT), das eng mit unserer Schulleiterin, Miss Jackson, zusammenarbeitet.

DEUTSCH

Am Anfang des neuen Schuljahres 2015-2016 haben wir ein paar Änderungen an unserem Fremdsprachencurriculum vorgenommen. Letztes Jahr hat die Regierung das Erlernen von Fremdsprachen in Key Stage 2 (Schüler von sieben bis elf Jahren) gesetzlich festgemacht. Das neue Lernprogramm besagt, dass:

„Das Beibringen kann eine moderne oder antike Fremdsprache sein und sollte sich dabei darauf konzentrieren, den Schülern einen wesentlichen Fortschritt in einer Sprache zu ermöglichen.“

Seit vielen Jahren war Sandy Lane dem schon voraus, indem es in Key Stage 2 Französisch und Deutsch unterrichtete.

Jedoch, um dem neuen Curriculum zu folgen, haben wir uns entschieden, dass Deutsch in den Klassen 3-6 unterrichtet wird. Wir sind sehr begeistert über das Sprachniveau und das Selbstvertrauen, dass die Schüler nach 3-4 Jahren Deutschunterricht haben werden!

Frau Marshall ist eine ‚specialist Langugage Teacher‘ (Fremdsprachenlehrerin), die Deutsch in der Key Stage 2 (Alter 7-11) unterrichtet. Jede Klasse hat jede Woche  eine 45-60 minütige Unterrichtsstunde für drei bis vier von sechs Trimestern im Schuljahr. Wir lernen Deutsch mithilfe allerhand lustiger Sprachspiele, kurzer Filme, Lieder und Geschichten. Wir lernen auch deutsche Sitten und Feste, die im Jahr stattfinden. Manchmal haben wir Muttersprachler, die uns besuchen und wir haben eine gute Verbindung zu unserer benachbarten weiterführenden Schule, Garth Hill College. Letztes Jahr haben wir eine Gruppe von Achtklässlern willkommen geheißen, die für unsere Fünftklässler eine Unterrichtsstunde über Zootiere gehalten haben.

Im dritten Schuljahr nehmen die Schüler abwechselnd ein ‚German Bag‘ (Deutsche Tasche) mit nach Hause, dass ein Teddy mit ihrem/seinem Personalausweis, ein Kartonbilderbuch, Rezeptkarten, Sprachspiele, eine Auswahl von Euromünzen und ein Notizbuch beinhaltet. Jede Woche teilen die Schüler Fotos, Erfahrungen, neue Fakten oder Wörter mit ihrer Klasse.

Die deutschen Teddybären heißen Lars, Leonie, Florian und Katja! Die Teddys kommen auf sehr aufregende Abenteuer mit, vom bowlen zu Cub Scout Camps (Pfadfinder) und sogar ins Ausland!

In der vierten Klasse lernen die Schüler über Essen und Trinken. Dieses Jahr planen wir ein deutsches Frühstuck oder Kaffee und Kuchen. Sie werden Café-Rollenspiele vorführen, Menüs und Tischdecken entwerfen und sich auch gegenseitig zusammen mit wichtigen Gästen bedienen, indem sie ihre Deutschkenntnisse benutzen. In der Weihnachtszeit hatten die Viertklässler viel Freude beim Probieren von Lebkuchen, Spekulatius und Stollen! Spekulatius war der klare Gewinner!

Die Kinder an der Sandy Lane genießen es, das, was sie in Deutsch gelernt haben vorzuführen und mit dem Publikum zu teilen! Zum Beispiel in der Weihnachtszeit hat die fünfte Klasse eine Aufführung über Weihnachten in Deutschland zusammengesetzt. Sie stellten Schuhe für Sankt Nikolaus her und schrieben ihm einen Brief. Sie arbeiteten den Sinn des Gedichtes „Advent, Advent ein Lichtlein brennt“ heraus und gestalteten ihren eigenen Adventskranz. Weihnachtsvokabular und Zahlen wurden geübt, indem man einen Klassenadventskalender herstellte und wir lernten das Lied „Lasst uns froh und munter sein“. Manche Kinder verkleideten sich als Sankt Nikolaus, Krampus und deutsche Kinder in ihren Pyjamas und haben das Lied (als Theaterstück) vorgespielt, während der Rest der Klasse das Lied in Deutsch sang.

In der sechsten Klasse lernen wir über das Wetter. Wir schreiben, führen vor und filmen unsere eigenen Wetterberichte für die Klasse mit Hilfe von Requisiten und unserem geographischen Wissen Deutschlands. Wir werden sicherer im freien Schreiben, indem wir Wortverstärker und unser Wissen der deutschen Grammatik benutzen.

Letztes Jahr lernte die sechste Klasse auch ihre Familien zu beschreiben. Sie benutzten zweisprachige Wörterbücher, um Adjektive zu finden, die ihre Mütter oder andere besondere Familienmitglieder beschrieben und machten danach wunderbare Muttertagsatzblumen.

Sandy Lane Primary School würde sich freuen eine Schule in Leverkusen zu finden, um unsere Arbeit zu teilen und uns bei unserer deutschen Sprachlernreise zu helfen!

 

 

Mein Praktikum in South Hill Park

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South Hill Park, Bracknell

Mein Name ist Nadine, ich bin 14 Jahre alt und ich besuche das Landrat-Lucas-Gymnasium in Leverkusen. In der neunten Stufe muss jeder Schüler ein 2-wöchiges Praktikum absolvieren. Da ich mein Praktikum gerne im Ausland machen wollte und auch sehr an verschiedenen künstlerischen Bereichen interessiert bin, habe ich mich sehr gefreut, als ich die Stelle in South Hill Park bekommen habe. South Hill Park ist ein Kulturzentrum und liegt an einem schönen, großen Park. Es gibt sehr viele interessante Angebote, wie verschiedene Workshops, Kurse, ein Kinoprogramm, ein Theater oder auch andere Events. Man kann sogar Räume für Veranstaltungen mieten.

Ich habe jeden Tag um 10 Uhr angefangen und war die meiste Zeit bei den Leuten vom Set, welche alle unglaublich nett waren. Insgesamt habe ich an acht Projekten mitgewirkt. Ich habe z.B. Kulissen gestrichen, oder auch einen Raum für eine Geburtstagsparty vorbereitet. Mit meinen Kollegen habe ich mich sehr gut verstanden und habe auch viel darüber gelernt, wieviel Arbeit eigentlich hinter so einem Theaterstück steckt.

Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht und zum Abschluss durfte ich mir sogar noch das Stück „One Man, Two Guvnors“ angucken, welches echt lustig war.

 

Auslands-praktikum in Bracknell

Lisa Margolius schreibt…

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Lisa

Wo lernt man besser Englisch als in England? England die mysteriöse Insel in Europa, die jeder kennt, aber doch nie wirklich ganz.

Da ich vorhabe Anglistik zu studieren und ich mich direkt nach dem Abitur nicht bereit gefühlt habe zu studieren, dachte ich mir: ‚ Welche bessere Vorbereitung auf so ein Studium, als in dem jeweiligen Land zu leben? ‘

Zuerst dachte ich mir, ich könnte einen Europäischen Freiwilligendienst  in Großbritannien absolvieren, aber die Plätze nach England sind heißbegehrt, da fast alle Kosten von der Europäischen Union erstattet werden. Somit war es recht unwahrscheinlich, dass ich einen Platz kriegen würde. Da hat mich meine Nachbarin auf die Partnerschaft von Leverkusen und Bracknell aufmerksam gemacht. Vielleicht hätte die Partnerschaft eine Möglichkeit mir ein Praktikum in England anzubieten. Ich habe die zuständige Person in Leverkusen kontaktiert und meine Bitte wurde weitergereicht. Ich habe mich für sechs Monate entschieden beginnend  mit September, da ich so die restliche Zeit des Jahres mich mit den Universitäten beschäftigen könnte.

Ein paar Wochen später kam eine Antwort: Es gäbe eine Möglichkeit ein Praktikum zu absolvieren. Ich würde bei einer Gastfamilie untergebracht werden. Dies würde aber in Church Crookham, Fleet liegen – etwa eine halbe Stunde mit dem Auto von Bracknell entfernt, wo ich arbeiten würde. Man, war ich froh – in meiner Erleichterung (die Wochen davor habe ich in immerwährender leichter Panik verbracht) habe ich mir das Leben in England schon vorgestellt.

So habe ich einen Platz als Praktikantin im Education Centre des Bracknell Forest Council in Bracknell bekommen. Das Education Centre liegt im zweiten Stock des Easthampstead Parks – einem alten Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert. Es ist ein Centre für Meetings, Seminare und verschiedene Konferenzen für bildungstechnische Themen/Bereiche, die vom Council, Lehrern und anderen Personen und zwar nicht nur von Bracknell Forest genutzt werden.

Das könnte nur gut werden.

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Bracknell

Ich hätte mir aber nicht einmal im Traum vorgestellt, dass es in drei Punkten Probleme geben sollte: Bei der Registrierung beim Hausarzt, beim Eröffnen eines Bankkontos und beim (öffentlichen) Verkehr.

In der ersten Woche haben wir versucht mich beim Arzt zu registrieren und ein Bankkonto zu eröffnen. Das schien leichter gesagt als getan: Beim Arzt brauchten sie eine Bescheinigung, dass ich in England unter einer bestimmten Adresse lebe, die aber von einer offiziellen Person (in meinem Fall mein Arbeitgeber) erstellt werden soll. Bei der Bank wollten sie eine „Bescheinigung“ von einer offiziellen Person, um sicherzugehen, dass ich die bin, als die ich mich ausgebe. Das könnte in diesem Fall nur mein Hausarzt in England sein. Also kurz gesagt: Ohne Arztbrief kein Bankkonto und ohne Adressbescheiningung von meinem Arbeitgeber keine Registrierung beim Arzt.

Nachdem ich den Brief von meinem Arbeitgeber gekriegt habe, der besagt, dass ich in England unter einer bestimmten Adresse wohne, sind wir wieder zur Arztpraxis gegangen. Diese konnte mich nicht registrieren, da ich nicht im vorgeschriebenen Viertel lebe und sie nicht für mich zuständig sind. Das ist wohl eine der neueren Regelungen, da meine Gasteltern dort registriert sind.

Währenddessen erkundigte ich mich noch bei einer weiteren Bank: Diese würde nur ein Bankkonto für mindestens zwölf Monate öffnen. Ich wollte aber nur für sechs Monate.

Im Oktober war ich dann endlich bei meiner zuständigen Arztpraxis registriert. Diese konnten auf meine Anfrage nach dieser Adressbescheinigung nicht weiterhelfen, da sie nicht berechtigt sind die Angaben zu bescheinigen, die ich ihnen angegeben habe. Zum Glück haben sie aber „Lloyds Bank“ vorgeschlagen, die so etwas nicht braucht.

Als ich nun endlich den Termin bei ihnen hatte und leicht aufgeregt in der Filiale von Fleet angekommen war, musste ich lesen, dass diese geschlossen war und dies schon, als ich den Termin gemacht habe. Voller Panik rief ich sie an und vereinbarte einen neuen Termin in der Filiale von Farnborough, nachdem man mich gefragt hatte, ob ich denn keine Benachrichtigung wegen der geschlossenen Filiale bekommen hätte und sie sich entschuldigt hatten.

Ab da ging es ohne Probleme – ich brauchte nur meinen Personalausweis um ein Bankkonto zu eröffnen, so wie es hätte sein sollen – wir sind ja alle in der EU.

Somit wurde ich in der zweiten Woche vom November stolze Besitzerin eines englischen Bankkontos. Und ich dachte, dass hätte sich im September schon klären können.

Also: Im Voraus recherchieren, was  für Arzt und Bank nötig ist. Das habe ich definitiv gelernt.

Doch die guten Seiten überschatteten längst die schlechten:

In England wurde ich wunderbar von meiner Gastfamilie empfangen und mit gutem Essen und interessanten Geschichten verwöhnt. Ich verstehe nun die Angewohnheit der Engländer mit allen möglichen Zitronenkuchen, trotzdem ist er für mich noch ein wenig eigenartig andere „Kuchen“ mit Fisch oder Fleisch „meat pies“ etc zu füllen. Außerdem speichert man automatisch durch die vielen Kochsendungen und natürlich dem „Great British Bake Off“ viele Tipps und Tricks in der Kochwelt ab.

Trotz der zweistündigen Anfahrt zum Arbeitsplatz mit drei Bussen (hier fahre ich natürlich nicht mit dem Auto), freue ich mich immer wieder darauf. Die Leute sind unglaublich nett und du hast das Gefühl sofort dazugehören. Sofort wurde ich Mitten ins Geschehen gebracht/geworfen: Die Gäste der verschiedenen Seminare, die jeden Tag abgehalten werden, werden von uns mit Kaffee, Tee und Gebäck versorgt und die bestellten belegten Sandwiches, Brötchen, Lunches von uns ausgepackt. Die Bestätigungsbriefe müssen verschickt und die Rechnungen bezahlt werden.

Mein Platz ist im Ressourcenraum, in dem sie Lehrer des Bereiches des Bracknell Forest Lehrbücher, CDs, Romane und Spielzeuge ausleihen können. Um dies einfacher zu gestalten sind wir gerade im Prozess einen Onlinekatalog zu erstellen und die Ressourcen zu digitalisieren.

Zuerst kommen aber immer die Gäste der verschiedenen Meetings und Seminare. Und noch eine neue Entdeckung für mich: Briten können ohne Kekse nicht leben. Es gibt so viele und verschiedene Variationen und alle unglaublich lecker – da versteht man wie wichtig sie sind.

Also: Ohne Kekse geht gar nichts.

Am Ende des Tages kann ich dann meine „Heimreise“ wieder mit drei Bussen antreten. Denn das war ein nächster Schock: Erstens, die meisten Busse haben nur Eingangstüren, sodass zuerst alle Leute aussteigen, bevor andere einsteigen (und das in ruhiger, geordneter Form): Der Erste der einstieg, war auch meistens der erste, der an der Haltestellte gewartet hat und zwar nicht vom Ort sondern von der Wartezeit ausgegangen. Und Zweitens der Verkehr und die Staus, die gefühlt überall wie aus dem Nichts auftauchen. Dass die Autobahnen voll waren, war nichts Neues für mich – das ist in Deutschland gang und gebe – aber das normale Straßen überfüllt waren, das war etwas Neues für mich.

Es gibt hier einfach zu viele Autos auf zu schmalen Straßen und wenn irgendetwas schief läuft, fühlt es sich so an, als ob das ganze System zusammenbrechen würde. Ich bin aber auf den öffentlichen Verkehr angewiesen und möchte nicht von meiner Gastfamilie abhängig sein.

So ist es sehr stressig für mich im Bus im Stau zu sein und zu hoffen, wir kommen noch an bevor der vorletzte Bus, der mich nach Hause bringt, abfährt.

Also: Man sollte die Zeitangaben in den Busfahrplänen in der südöstlichen Region Englands eher als eine mögliche Richtlinie ansehen.

Dabei tragen die Busfahrer gar keine Schuld, da sie versuchen pünktlich zu kommen und dir immer behilflich zu sein. Ich habe das in Deutschland nie so richtig bemerkt. Hier ist es aber angebracht den Fahrer zu begrüßen und ihm am Ende zu danken. Das hat einen positiven Effekt: Beim Zuspätkommen ist man nicht mehr so sehr frustriert, weil die Busfahrer ja auch Menschen sind und auch nichts dafür können.

Also: Der Verkehr kann (besonders in der Rush hour) besonders träge sein. Man sollte sich darauf einstellen und ruhig mit dem Nachbar plaudern und dich beim Busfahrer am Ende bedanken.

lisa03Der erste Eindruck also: Wow! Eigentlich doch ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. Obwohl in der Politik und der Wirtschaft hier nicht alles immer so rund läuft, sind die Menschen hier immer freundlich und höflich und irgendwie auch auf den Straßen viel gesprächiger als in Deutschland. Vielleicht kann sich ja Deutschland da etwas abschauen.

Lehrerin aus Leverkusen besucht Schule in Bracknell und versucht Lukas Podolski zu treffen

Arnd (l), Podolski und Petra Schütte

Schreibt Petra Schütte :

Als Chemie- und Sportlehrerin der Gesamtschule Schlebusch in Leverkusen mit über 20 Jahren Berufserfahrung hegte ich schon seit einiger Zeit den Wunsch, einmal einen Einblick in das englische Schulleben zu bekommen. Und Anfang Mai bekam ich dann die erhoffte positive Nachricht vom Bracknell Forest Council. Sie teilten mir mit, dass das Science Department der Edgbarrow School mich als Besucherin aufnehmen würde. Den Kontakt zum Bracknell Forest Council hatte eine Kollegin über den Opladener-Geschichtsverein hergestellt. Da die Sommerferien in England deutlich später beginnen, konnte ich meine erste und zweite Sommerferienwoche für den Besuch in England nutzen. Meine Fragen zum Aufenthalt (z.B. Anreise, Unterkunft, Fahrradausleihe) wurden durch die freundliche und unterstützende Hilfe durch Lyn Gash (Headteacher’s Personal Assistent) per Mail im Vorfeld geklärt. Zudem besorgte ich mir die aktuell an der Edgbarrow School eingeführten Chemiebücher, um mich bereits mit dem englischen Fachvokabular vertraut zu machen. Im Internet konnte ich mich im Vorfeld schon mit Hilfe der Schulhomepage und des Ofsted-Reports über die Schule informieren.

Mein Aufenthalt in Crowthorne dauerte von Montag, dem 29.6. bis Mittwoch, dem 8.7. 2015.
Anna MacKenzie-Dodds (Head of Science) begrüßte mich herzlich an der Schule, versorgte mich mit den ersten Infos und erstellte mir einen Stundenplan. Ich bekam die Gelegenheit im Naturwissenschafts- und Chemieunterricht zu hospitieren und konnte an verschiedenen außerunterrichtlichen Veranstaltungen (z.B. Sportfest, Einführungsveranstaltung neue 7er, Konferenz der Science Lehrer, morgendliche Registration, Pausenaufsicht) teilnehmen. Darüber hinaus nutzte ich vielfältige Möglichkeiten nach den jeweiligen Unterrichtsstunden und in den Pausen mit den Lehrer-Kollegen ins Gespräch zu kommen. So bekam ich interessante Einblicke in das Schulleben und die Lern- und Arbeitsatmosphäre in der Edgbarrow School.

Als besonders positiv ist mir der sehr freundliche und wertschätzende Umgang miteinander aufgefallen. Dazu gehören der unterstützende und sehr lobende Umgang mit den Schülerinnen und Schülern im Unterricht und die durch Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit gekennzeichnete Zusammenarbeit innerhalb und zwischen dem pädagogischen und nicht-pädagogischen Personal. Darüber hinaus ist mir eine in deutschen Schulen nicht – in diesem Maße – bekannte Unterstützung durch das nicht-pädagogische Personal aufgefallen. In diesem Zusammenhang ist eine große Anzahl von Mitarbeitern im Bürobereich zu erwähnen, die mit den unterschiedlichsten Aufgaben – zur Unterstützung der Schüler und Lehrer – betraut sind und drei technische Assistentinnen, die ausschließlich für die Vorbereitung und die Nachbereitung des experimentellen Naturwissenschaftsunterrichts zuständig sind. Neben der – schon im Offsted Report erwähnten – besonders guten Lern- und Arbeitsatmosphäre waren es vor allem die überaus engagierten und freundlichen Naturwissenschaftslehrer, die dazu beitrugen, dass mein Besuch in der Edgbarrow School für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.

Meine Freizeit vor Ort nutzte ich zur Erkundung der näheren Umgebung zu Fuß, mit dem – vom sehr netten Schulhausmeister – ausgeliehenen Fahrrad oder mit dem Zug. Ich besuchte Bracknell, Reading und den Dinton Pastures Country Park bei Wokingham, und das bei überragend schönem Wetter.
Für den krönenden Abschluss meiner England-Reise sorgten fünf gemeinsame Tage mit meinem Ehemann und den zwei Söhnen in London. Im Emirate-Stadion des FC Arsenal mussten wir mit der lebensgroßen Abbildung des deutschen Fussballnationalspielers Lukas Poldolski Vorlieb nehmen. Leider war er schon Richtung Istanbul zu seinem neuen Arbeitgeber abgereist…

* OFSTED : Office for Standards in Education, Children’s Services and Skills.

 

Ein Brief aus Bournemouth

europeflagVon Horst Tippkötter

2014   –   was für ein denkwürdiges, erregendes Jahr neigt sich seinem Ende zu, für meine Familien in Deutschland, in England und in Schweden, für unsere drei Heimatländer, für ganz Europa.

Zuerst die mit Abstand wunderbarste Nachricht: Wir waren beglückt, dass unser Sohn und seine Frau im April Eltern eines gesunden, hübschen und bezaubernden kleinen Jungen geworden sind. Er heißt Florian Rafael und wird im Dezember getauft. Wie schön, wie ermutigend, auch für die Großeltern, die nicht tagein, tagaus die unmittelbare Verantwortung für den kleinen Jungen tragen, für den deutschen Opa und die englische Grandma, oder, wie man in Schweden sagt, für „farfar“ (den Vater des Vaters) und „farmur“ (die Mutter des Vaters), und natürlich gleichermaßen für „murmur“ und „murfar“.

2014   –   das ist  auch das  Jahr vieler Gedenktage gewesen, allen voran des Gedenkens an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren, des „Großen Kriegs“, wie er bis heute in Großbritannien genannt wird.

Ich habe in den vergangenen Monaten, zusammen mit vier deutschen Freunden, viel über die Vorgeschichte dieser europäischen „Urkatastrophe“ gelesen und diskutiert und stets gehofft, mehr über die Ursachen, Anlässe und Lehren zu erfahren, die dieses tragische Kapitel  der Geschichte Europas für uns heutige Bürger enthält.

Das von dem an der Universität Cambridge lehrenden Historiker Christopher Clark verfasste Buch „Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog“ hat mir dabei besonders gute Dienste geleistet, zumal es die bei uns in Deutschland über Jahrzehnte dominierende These von der Alleinschuld Deutschlands am Ausbruch des Ersten Weltkriegs begründet in Frage stellt.

2014   –   das war auch das Jahr der Wahlen zum Europaparlament im Mai. Aus diesem Anlass  habe ich im Vorfeld dieser Wahlen zusammen  mit meiner englischen Frau Patricia das Schlachtfeld an der Somme in Rancourt besucht, um meines Onkels Heinrich Horstmann zu gedenken, der am ersten Tag der Sommeschlacht am 1. Juli 1916 bei Thiepval gefallen ist und vermutlich nach dem Krieg in einem Massengrab bei Rancourt beigesetzt wurde. Wir haben an ihn und seine Kameraden gedacht, an die mehr als 800.000 gefallenen britischen Soldaten, an die französischen Gefallenen und an die aus vielen anderen Nationen stammenden jungen Männer, die in diesem Krieg umkamen, die zuvor vermutlich ein glückliches Leben führten, bis dieser Krieg sie verschlang, Kanonenfutter…

Helmut Kohl, der große deutsche Bundeskanzler, hat immer nachdrücklich die Ansicht vertreten, dass „Europa“ eine Frage von Krieg und Frieden sei und bleibe. Lange Zeit haben selbst Angehörige meiner Generation, die den Zweiten Weltkrieg noch als Kinder miterlebt haben, das für eine Übertreibung gehalten.

Wenn ich allerdings das Ergebnis der Wahlen zum Europaparlament betrachte, wenn ich an die anschwellende Woge des wieder erstarkenden Nationalismus und Populismus denke, wenn ich Herrn Putin sehe, der offenbar das Russische Imperium wieder errichten will („Russland ist, wo Russen leben!“), dann sind meine Schlussfolgerungen als europäischer Bürger, dessen Familien in drei Ländern leben, eindeutig:

Fallt nicht auf die nationalistischen und populistischen Rattenfänger herein!

Habt keine Angst vor ihnen!

Bleibt gelassen und tretet konsequent für Freiheit und Frieden ein, 

in Europa und in der Welt.

Die Probleme des europäischen Einigungs- und Verständigungsprozesses, die oft genug berechtigten Anlass zur Kritik geben, werden wir mit Geduld und  Toleranz und auf demokratische Weise lösen. Das Gedenken an die zahllosen jungen Menschen, die ihr Leben für ihre Heimat, für Freiheit und Frieden in Europa einsetzten und verloren, wird uns dabei helfen:

We will remember them!

 

Horst Tippkötter
Horst Tippkötter

OStD i.R. Dr. Horst Tippkötter, Leiter des Werner-Heisenberg-Gymnasiums in Leverkusen von 1986 – 2001, stellvertretender Vorsitzender des Freundeskreises Bracknell Leverkusen e.V. von 2001 – 2006, Mitglied der Europa-Union Leverkusen seit vielen Jahren, lebt in Bergisch Gladbach und Bournemouth.

Ein Urlaub in Schottland

Brücke nach Skye
Brücke nach Skye

Im September 2013 bin ich mit meiner Frau im Urlaub nach Schottland gefahren. Der Grund für diese Reise war, die schottischen Eisenbahnen zu erleben. Die Reise wurde von einer Firma in der Stadt Cupar geplant. Die Eisenbahnen waren zum Teil die normalen Garnituren aber manchmal mit renovierten alten Wagen und Lokomotiven. Die Reisenden waren alle begeistert von der alten Ausrüstung und der schönen Landschaft. Alle waren mit Landkarte, Fernglas und Kamera ausgerüstet. Schottland hat viele Berge, Heidelandschaften, Seen, Wälder und Inseln.

Aviemore
Aviemore

Wir sind nach Edinburgh geflogen. Wenn man will, kann man dort einen Wagen mieten. Das wäre gut, wenn man seine eigene Strecke geplant hat. Edinburgh, die Hauptstadt, hat dem Besucher viel zu bieten. Sie hat ein Schloß mit einer schönen kleinen Kapelle, die “Queen Margaret’s Chapel” heißt. Auch hat die Stadt schöne Gebäude, weite Straßen, elegante Häuser und einen königlichen Palast, den “Holyrood Palace”. Auf unsere Reisegruppe hat ein Bus gewartet. Wir haben in der Stadt Strathpeffer gewohnt. Das ist eine, kleine, elegante Stadt, die im 18.Jahrhundert als Heilbad berühmt war. Wir haben im Hotel übernachtet und morgens sind wir mit einem Bus zum Bahnhof gefahren. Während der drei Tage haben wir einige Städte besucht. Die erste, Aviemore, ist ein Wintersportzentrum. Wenn das Wetter wärmer und trockner ist, kann man Wanderungen machen. Es gibt viele Gelegenheiten, Zimmer oder Häuser zu mieten. Nicht weit sind die Cairngorm Berge. Diese sind aber im Winter wegen der extremen Wetterlage manchmal gefährlich.

Mit Zügen sind wir in den Osten des Landes nach Boat of Garten, Thurso und Wick gefahren. Wick ist ein kleiner Hafen, den ich besonders mag. Es ist möglich, den Hafen zu Fuß zu erforschen und Fischerboote und andere Boote zu sehen. An der Westküste haben wir Kyle of Lochalsh, Fort William und Mallaig besucht. Von Fort William kann Ben Nevis, der höchste Berg Schottlands, gesehen werden. Von Kyle of Lochalsh ist die Insel von Skye sichtbar. Hier habe ich mich an ein Gedicht von Robert Louis Stevenson erinnert. Das Gedicht beschreibt die Reise von Charles Edward Stuart (“Bonnie Prince Charlie”) als er nach seiner Niederlage in der Schlacht von Culloden im Jahr 1745 nach Skye geflohen ist. Heute verbindet eine moderne Brücke die Insel mit dem Festland. Von Mallaig nach Fort William fährt der Zug über den Glenfidden Viadukt, den alle fotografieren wollten. Der Viadukt ist ein viktorianisches Wunder, das mit Säulen aus Ziegel gebaut ist.

Glenfinnan ViaduktVor dem Ende der Reise fuhr der Zug oder der Bus vorbei an Loch Lomond und Loch Ness. Beide Seen sind mehr als zwanzig Kilometer lang. Schottland ist wunderschön, aber Vorsicht, das Wetter ist wechselschaft. Regenschutz ist wichtig. Aber manchmal scheint auch die Sonne. Die Bevölkerung ist freundlich und ich empfehle eine Reise nach Schottland. Am besten ist es, denke ich, die Reise mit einem Reiseveranstalter zu machen, aber es ist möglich, selbst zu planen. Zum original schottischen Frühstück vergessen Sie nicht auf den Haferbrei (porridge)!

 Von John Harvey – Bracknell & Wokingham College

 

Erkunden Sie Schottland : http://www.visitscotland.com/

 

 

‘Sing me a song of a lad that is gone’(1892)

Robert Louis Stevenson

Sing me a song of a lad that is gone,

Say, could that lad be I?

Merry of soul he sailed on a day

Over the sea to Skye.

 

Mull was astern, Rum on the port,

Eigg on the starboard bow;

Glory of youth glowed in his soul:

Where is that glory now?

 

Sing me a song of a lad that is gone,

Say, could that lad be I?

Merry of soul he sailed on a day

Over the sea to Skye.

 

Give me again all that was there,

Give me the sun that shone!

Give me the eyes, give me the soul,

Give me the lad that’s gone!

 

Sing me a song of a lad that is gone,

Say, could that lad be I?

Merry of soul he sailed on a day

Over the sea to Skye.

 

Billow and breeze, islands and seas,

Mountains of rain and sun,

All that was good, all that was fair.

All that was me is gone.

Redz treten im Disneyland( Paris) auf

disney01Redz@TheSpot

Nach einem zweitägigen erfolgreichen Tanz-Workshop in Zusammenarbeit mit der Young- Stage -Gruppe aus Leverkusen. Nach dem Auftritt in der Schule in Sandhurst fuhren 23 junge Leute mit 5 Jugendarbeitern vom Spot-Zentrum für 3 Tage nach Paris ins Disneyland, um an einer Tanzschulung teilzunehmen.

Am Montag, dem 27. Oktober verließen wir um 10 Uhr den Spot mit einem Bus nach Folkstone, wo wir den Zug durch den Eurotunnel nach Calais nahmen. Dann fuhren wir weiter durch Frankreich zu unserem Hotel (My Explorers Hotel), wo wir unsere Zimmer bezogen und dann ein Dinner im Restaurant hatten.  Nach dem Abendessen führten wir den Gästen zahlreiche Songs mit Tanz vor, die wir in letzter Zeit einstudiert hatten. Wir führten dies vor etwa 50 Leuten vor. Für einige war es das erste Mal vor Fremden, vorher vor Freunden und Familie.

Am Dienstag nahmen wir den Bus zu den Disney-Parks. Wir gingen in den Disney-Park und probierten erstmalig Attraktionen aus, um Shows anzusehen und ein bißchen darüber zu lernen, wie Cartoons und Filme gemacht werden. Wir sahen die Stunts ‘moteurs action’, die großartig war. Dann gingen wir in die Walt Disney Park, wo wir den Rest des Tages reitet auf der Attraktionen, trafen sich die Disney-Figuren und beobachten die Shows. Es endete  abends mit einer Feuerwerksshow. Dann hetzten wir zum Hotel zurück.  Es war ein langer Tag, aber das Feuerwerk und die Show am Ende des Tages war es wert.
Am Mittwoch mußten wir wegen eines Tanzaufführung-Workshps im Park sehr früh mit unseren gepackten Sachen fertig sein. Wir arbeiteten mit Trainern, Künstlern und Schauspielern und lernten ein Lied, Tanz-Routine und einige Schau basierend auf dem Disney-Film “Tangled”, hatten wir dann eine Fragerunde mit einem der Disney Choreographen.

“Die Atmosphäre war wahrhaftig zauberhaft.” – Daisy ,Louise, Molly

“Eine einmalige Erfahrung, die Darsteller waren voll bei der Sache” – Ryan

“Es war eine große Gelegenheit in einem fremden Land aufzuführen. Die Workshops gaben uns neue Blicke ,etwas zu gestalten.” – Jake

“Die ganze Disney-Belegschaft war sehr freundlich und hilfsbereit. Ich würde es sofort wieder machen.” – Darcy.

South Hill Park Theatergruppe im Landrat-Lucas Gymnasium, Leverkusen

Sophie_Flughafen

Im Juni 2014 wurde die Jugend-Theatergruppe vom South-Hill-Park, Bracknell, im Rahmen eines Theatergruppenaustauschs eingeladen, im Landrat-Lucas-Gymnasium, Leverkusen, Deutschland aufzutreten.

Mein Name ist Sophie, ich war 19 Jahre alt als wir losreisten. Als jemand , der bisher kaum Reiseerfahrung hatte, war ich extrem glücklich, diese Gelegenheit bekommen zu haben. Ich war die Zweit-älteste im Ensemble von 7 Mädchen im Alter von 15-22 Jahren.

Einige der jungen Leute, bei denen wir wohnen sollten und ihre Lehrer begrüßten uns nach Verlassen des Flugzeugs. Ich hatte mir ein Heft mit Floskeln zurecht gelegt und versaute die einfachsten Floskeln, auf die alle Schüler, die uns begrüßten, in perfektem Englisch antworteten. Wo auch immer wir uns aufhielten war ich verwundert über das gute Englisch, das gesprochen wurde.

Ich war bei Lisa und ihren Eltern untergebracht. Es war eine der nettesten und freundlichsten Familien, die ich jemals erlebt habe. Keine Frage war zuviel, sie fragten immer nach, ob alles o.k. sei, wenn ich etwas brauchte. Sie waren echt daran interessiert, etwas über das Leben in England zu erfahren. Ich mochte es ebenflls währen des Essens, Familiengeschichte uas dem 2. Weltkrieg hören und von der Ost/West-Teilung.

Lisa ist jetzt, so hoffe ich, eine lebenslange Freundin, denn wir haben viel gemeinsam. Seitdem sind wir in Kontakt und ich hoffe, dass sie zu uns zu Besuch kommen kann.

Wir haben einige wirklich interessante Ausflüge zu Museen und Ausstellungen unternommen. Zwei meiner persönlichen Favoriten waren der Kölner Fernsehturm und das Deutsche Museum.

Das Landrat-Lucas Gymnasium war ein gefälliger Ort, alle Lehrer und Schüler waren begierig zu erfahren, was wir gerade taten und woher wir kommen. Ich war erstaunt, wie viele Schüler Englisch sprachen und mir Fragen stellten. Als eine, die Schule und College abgeschlossen hat, war es für mich trotzdem interessant, eine Schulstunde mitzumachen mit Schülern im Alter von 14-19 . Für mich war es wie eine Collegeumgebung. Sie trugen individuelle Kleidung, keine Uniform. Am Abend vor der Aufführung waren wir zu einem Grillfest eingeladen ausgegeben von Susies Familie. Wir sahen uns ein Weltmeisterschaftsspiel mit Deutschland an.

Das war ein schöner Abend. Großartig ihn mit Engländern und Deutschen zu verbringen.

Wegen der Aufführung waren wir extrem nervös. Wahrscheinlich weil das Skript so verfasst war, dass die Texte schwer zu lernen waren. Sie überlappten sich und die Darsteller sollten laut schreien.

Sophie_portrait

Ich fand die Workshops wirklich hilfreich, die Joe und Max zu den Charakterdarstellungen durchführten. Nicht nur für die Top Girls, sondern auch für andere Rollen. Wir alle dachten unterschiedliche aufeinanderprallende Charaktere spielen, sei toll. Ich liebte es, Mädchenstücke zu spielen mit starken, weiblichen Charakteren. Stücke haben gewöhnlich männliche Dominanz.

Auf dieser Reise habe ich mich oft kaputt gelacht. Wirklich gefallen hat mir, wie die Aufführung verlief.Ich bin wirklich dankbar für all die harte Arbeit, die damit verbunden war und vor allem Joe und Max die großartigen Leiter. Ich habe einige Freundschaften gemacht und bekam wirklich nah an alle.

Diese Reise werde ich definitiv nicht vergessen.

 

 

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Bracknell-Leverkusen – Austausch

newsletter 22 07 2014  issue 4 final draft_Page_1_Image_0005Ende Juni 2014 besuchte eine Grupppe der ‘Bracknell Forest Jugend Forum” unsere Partnerstadt Leverkusen für 6. Tage. Wir trafen auch auf eine Gruppe aus Finnland ebenfalls mit Leverkusen partnerschaftlich verbunden. Unsere Unterkunft in Leverkusen war das Jugendzentrum “Lindenhof”, trotz eines sehr engen Plans haben wir vielmehr zu sehen bekommen.

Wir besuchten den Leverkusener Bürgermeister in seinem neu errichteten Rathaus. Wir hatten Gelegenheit, Fragen zu stellen und heraus zu bekommen, welche Mitspracherechte die Jugend in Leverkusen hat. Darauf folgten eine Stadtbesichtigung, eine Sesselbahnfahrt, leckere Waffeln, der Besuch eines 25 Jahre bestehenden Mädchenclubs im kürzlich fertiggestellten Jugendzentrums. Auf einer Tagestour mit öffentlichen Verkehrsmitteln lernten wir Bonn – die frühere Hauptstadt – kennen und fuhren auf dem Rückweg mit dem Schiff nach Köln. Besuche in Köln – Schwimmbad und Zentrum – gaben uns allen einen guten Eindruck von dem, was Deutschland zu bieten hat. Genauso wie das Barbecue mit den deutschen Bratwürsten.

Max Ranger, Mitglied des Youth Council von Bracknell-Forest, sagte: “Was mich am meisten an dieser Reise interessierte war den Bürgermeister und den Ratssaal zu sehen und die Gelegenheit zu haben, die Angebote an die Leverkusener Jugend zu verstehen und welche Mitspracherechte sie hat.”

Jack Ranger, DMYP Bracknell Forest: “Das Größte dieser Reise war für mich der Besuch und die Erkundung des Kölner Doms.”

Die Verwaltungen beider Städte halfen die Kosten der Reise zu finanzieren. Diese freundliche Unterstützung verhalf 11 von uns zur einmaligen Erfahrung, mehr

voneinander zu lernen und Spaß miteinander zu haben. Dieser Austausch gab uns außerdem die großartige Gelegenheit, neue Freunde zu finden, neue Sprachkenntnisse zu erwerben und kulturelle Unterschiede zu erfahren.