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Lehrerin aus Leverkusen besucht Schule in Bracknell und versucht Lukas Podolski zu treffen

Arnd (l), Podolski und Petra Schütte

Schreibt Petra Schütte :

Als Chemie- und Sportlehrerin der Gesamtschule Schlebusch in Leverkusen mit über 20 Jahren Berufserfahrung hegte ich schon seit einiger Zeit den Wunsch, einmal einen Einblick in das englische Schulleben zu bekommen. Und Anfang Mai bekam ich dann die erhoffte positive Nachricht vom Bracknell Forest Council. Sie teilten mir mit, dass das Science Department der Edgbarrow School mich als Besucherin aufnehmen würde. Den Kontakt zum Bracknell Forest Council hatte eine Kollegin über den Opladener-Geschichtsverein hergestellt. Da die Sommerferien in England deutlich später beginnen, konnte ich meine erste und zweite Sommerferienwoche für den Besuch in England nutzen. Meine Fragen zum Aufenthalt (z.B. Anreise, Unterkunft, Fahrradausleihe) wurden durch die freundliche und unterstützende Hilfe durch Lyn Gash (Headteacher’s Personal Assistent) per Mail im Vorfeld geklärt. Zudem besorgte ich mir die aktuell an der Edgbarrow School eingeführten Chemiebücher, um mich bereits mit dem englischen Fachvokabular vertraut zu machen. Im Internet konnte ich mich im Vorfeld schon mit Hilfe der Schulhomepage und des Ofsted-Reports über die Schule informieren.

Mein Aufenthalt in Crowthorne dauerte von Montag, dem 29.6. bis Mittwoch, dem 8.7. 2015.
Anna MacKenzie-Dodds (Head of Science) begrüßte mich herzlich an der Schule, versorgte mich mit den ersten Infos und erstellte mir einen Stundenplan. Ich bekam die Gelegenheit im Naturwissenschafts- und Chemieunterricht zu hospitieren und konnte an verschiedenen außerunterrichtlichen Veranstaltungen (z.B. Sportfest, Einführungsveranstaltung neue 7er, Konferenz der Science Lehrer, morgendliche Registration, Pausenaufsicht) teilnehmen. Darüber hinaus nutzte ich vielfältige Möglichkeiten nach den jeweiligen Unterrichtsstunden und in den Pausen mit den Lehrer-Kollegen ins Gespräch zu kommen. So bekam ich interessante Einblicke in das Schulleben und die Lern- und Arbeitsatmosphäre in der Edgbarrow School.

Als besonders positiv ist mir der sehr freundliche und wertschätzende Umgang miteinander aufgefallen. Dazu gehören der unterstützende und sehr lobende Umgang mit den Schülerinnen und Schülern im Unterricht und die durch Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit gekennzeichnete Zusammenarbeit innerhalb und zwischen dem pädagogischen und nicht-pädagogischen Personal. Darüber hinaus ist mir eine in deutschen Schulen nicht – in diesem Maße – bekannte Unterstützung durch das nicht-pädagogische Personal aufgefallen. In diesem Zusammenhang ist eine große Anzahl von Mitarbeitern im Bürobereich zu erwähnen, die mit den unterschiedlichsten Aufgaben – zur Unterstützung der Schüler und Lehrer – betraut sind und drei technische Assistentinnen, die ausschließlich für die Vorbereitung und die Nachbereitung des experimentellen Naturwissenschaftsunterrichts zuständig sind. Neben der – schon im Offsted Report erwähnten – besonders guten Lern- und Arbeitsatmosphäre waren es vor allem die überaus engagierten und freundlichen Naturwissenschaftslehrer, die dazu beitrugen, dass mein Besuch in der Edgbarrow School für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.

Meine Freizeit vor Ort nutzte ich zur Erkundung der näheren Umgebung zu Fuß, mit dem – vom sehr netten Schulhausmeister – ausgeliehenen Fahrrad oder mit dem Zug. Ich besuchte Bracknell, Reading und den Dinton Pastures Country Park bei Wokingham, und das bei überragend schönem Wetter.
Für den krönenden Abschluss meiner England-Reise sorgten fünf gemeinsame Tage mit meinem Ehemann und den zwei Söhnen in London. Im Emirate-Stadion des FC Arsenal mussten wir mit der lebensgroßen Abbildung des deutschen Fussballnationalspielers Lukas Poldolski Vorlieb nehmen. Leider war er schon Richtung Istanbul zu seinem neuen Arbeitgeber abgereist…

* OFSTED : Office for Standards in Education, Children’s Services and Skills.